22.04.2013

Wichtige Weichenstellung für Forschung in Baden-Württemberg

Ein neues Finanzierungsmodell für das fem Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie in Schwäbisch Gmünd und die Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW) stellte das Wirtschaftsministerium am Montag, den 22. April 2013 in Stuttgart vor. „Mit der Umstellung von der bisherigen Fehlbedarfs- zur neuen Festbetragsfinanzierung schafft das Land eine wichtige und zukunftsweisende Weichenstellung für unsere Forschungsarbeit“, freut sich Dr. Andreas Zielonka, Institutsleiter des fem. Seit vielen Jahren hätten er und seine Kollegen von der Innovationsallianz gemeinsam mit der Politik auf dieses Ziel hin gearbeitet. Das neue Finanzierungsmodell sorge für Planungssicherheit und erlaube es den Instituten Rücklagen zu bilden, mit denen man auf konjunkturbedingte Schwankungen reagieren und strategische Investitionen tätigen könne: „Wir sind nun in der Lage, in unternehmerischer Eigenverantwortung die Entwicklung neuer Forschungsbereiche und Zukunftsprojekte anzupacken“, betont Zielonka. Ihrer Rolle als Innovationsmotor für die Wirtschaft in Baden-Württemberg würden das Forschungsinstitut in Schwäbisch Gmünd und die Partnerinstitute der innBW damit in Zukunft noch besser gerecht werden als bisher.

Die 2008 gegründete Innovationsallianz ist ein Bündnis aus zwölf unabhängigen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen mit einem Jahreshaushalt von gut 120 Millionen Euro, der sich aus Industrieeinnahmen, öffentlichen Forschungsprojekten und rund 23 Millionen Euro Landesmitteln zusammensetzt. Aufgabe der Institute ist in erster Linie der Wissenstransfer von der angewandten Forschung in die industrielle Praxis, insbesondere in klein- und mittelständische Unternehmen. 

Weitere Informationen zur innBW: www.innbw.de

 
11.03.2013

Freitagsseminar am fem: Aktuelle Trends der CVD

Aktuelle Entwicklungen und Trends der Chemischen Gasphasenabscheidung (CVD), einer Dünnschichttechnologie, standen vergangene Woche im Mittelpunkt des Freitagsseminars am Gmünder Forschungsinstitut fem. Die Freitagsseminare sind eine Vortragsreihe, die das fem im Rahmen des Bildungsprogramms des Gmünder Zentrums für Oberflächentechnik (ZOG) veranstaltet.

Rund vierzig Interessierte waren der Einladung ans fem gefolgt, um sich über den aktuellen Stand der CVD zu informieren und mit den Referenten zu diskutieren. Dr. Martin Fenker, Abteilungsleiter für Plasma-Oberflächentechnik und Materialphysik am Forschungsinstitut, bot in seinem Einführungsvortrag einen Überblick über historische und wissenschaftliche Grundlagen, verschiedene Methoden und die eigene anwendungsorientierte Forschungsarbeit am Institut.

Zwei Gastredner aus der Industrie berichteten im Anschluss daran über die vielfältigen Einsatzgebiete der Technologie: Hugo Tholense vom finnischen Maschinenhersteller Beneq Oy sprach über die sogenannte Atomlagenabscheidung, eine spezielle Variante des CVD-Verfahrens, die in Mikroelektronik, Optik und Beleuchtungstechnik zum Einsatz kommt. Also überall dort, wo besonders feine und präzise Beschichtungen im Nanobereich gefragt sind. Marco Tradt von der Dörrenberg Edelstahl GmbH stellte abschließend die herausragende Bedeutung von titanbasierten Dünnschichten bei der Herstellung von Spezialwerkzeugen heraus. Stark beanspruchte Werkzeuge, wie sie etwa in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen, werden mit hochfesten Schichten überzogen, durch die der Verschleiß drastisch reduziert, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit entsprechend gesteigert werden.

Dass die CVD in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Einsatzmöglichkeiten heute und in Zukunft einen entscheidenden Beitrag zu wichtigen Schlüsseltechnologien leisten wird, wurde von allen Referenten anschaulich und überzeugend dargelegt.
 

 
29.09.2012

DGO-Nachwuchs-Förderpreis 2012 für Gloria Lanzinger

Die Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO) verleiht seit 1990 jährlich den Nachwuchs-Förderpreis für eine hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Oberflächentechnik an junge Wissenschaftler. Dieses Jahr wurde der Preis Frau Gloria Lanzinger bei der ZVO-Jahrestagung in Darmstadt überreicht, die nach ihrem Bachelorabschluss an der Hochschule Aalen im Fachbereich Oberflächentechnik und Werkstoffkunde seit 2011 am Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie (fem) in Schwäbisch Gmünd tätig ist. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Entwicklung von Abscheideprozessen für Edelmetall-Kontaktmaterialien aus ionischen Flüssigkeiten“. Damit wurden erneut die umfangreichen Forschungsaktivitäten am fem zur Charakterisierung, Entwicklung und Anwendung von neuartigen Elektrolytsystemen auf der Basis von ionischen Flüssigkeiten fachlich gewürdigt. Institutsleiter Dr. Andreas Zielonka betonte in diesem Zusammenhang, dass durch die neuerliche Auszeichnung die hervorragende Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am fem durch ausgewiesene Fachgremien gewürdigt wird.

 
15.04.2011

Focused Ion Beam Rasterelektronenmikroskop (FIB)

Vor kurzem wurde am fem ein Focused Ion Beam Rasterelektronenmikroskop (FIB), ein Zeiss Auriga 60 Crossbeam, in Betrieb genommen. Dieses hochmoderne System erweitert das Untersuchungsspektrum der bereits vorhandenen Rasterelektronenmikroskope (REM) in den Bereichen Materialforschung und Bauteilprüfung erheblich. Mit der Dual-Beam-Technologie lassen sich winzige Defekte oder andere interessante Bereiche auf schonende Weise genauestens präparieren und mikroskopisch betrachten. Zur Oberflächenanalyse und Fehlerinterpretation bietet das fem seinen Kunden damit eine weitere Verbesserung seines Dienstleistungsangebots. Weitere Informationen: PDF Download

Die Anschaffung des Focused Ion Beam Rasterelektronenmikroskops wurde durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Baden-Württemberg ermöglicht.

www.rwb-efre.baden-wuerttemberg.de
www.ec.europa.eu/regional_policy/index_de.htm